abgestorbene Pflanze
Was Sie beobachten
Blätter und Triebe sind vollständig braun, brüchig oder matschig; über Wochen keine neuen Austriebe. Beim Kratztest zeigt sich unter der Rinde kein grünes Gewebe. Wurzeln wirken schwarz, hohl oder breiig, der Topf kann muffig riechen.
Was es ist
Das lebende Gewebe ist irreversibel abgestorben. Wasser- und Nährstofftransport sind zusammengebrochen; Regeneration aus den betroffenen Teilen ist nicht mehr möglich.
Einordnung
Reales Problem (Endzustand). Meist nicht umkehrbar; gelegentlich sind einzelne, noch vitale Teilbereiche rettbar.
Häufige Ursachen
Langanhaltende Trockenheit oder Staunässe (Wurzelfäule), starke Hitze-/Frostschäden, schwere Schädlinge/Krankheiten, extreme Lichtdefizite, Salz- oder Chemikalienschäden, völlig ungeeignete Substrate ohne Drainage.
So bestätigen Sie die Diagnose
- Kratztest: Rinde leicht anritzen. Ist es darunter braun/grau statt grün, ist dieser Trieb tot.
- Wurzelkontrolle: Gesunde Wurzeln sind fest und hell; tote Wurzeln sind schwarz, matschig oder strohig-hohl.
- Zeitfaktor: Bleibt die Pflanze 4–6 Wochen ohne jeglichen Austrieb, ist ein Neuaustrieb sehr unwahrscheinlich.
Maßnahmen
- Prüfen, ob Teilbereiche noch leben (grüne Triebspitzen, schlafende Augen). Aus gesunden Segmenten Stecklinge schneiden und separat bewurzeln.
- Abgestorbene Pflanze entsorgen, Topf/Untersetzer mit heißer Seifenlösung reinigen.
- Ursachenanalyse: Gießmuster, Licht, Temperatur, Wasserqualität, Düngung und eingesetzte Mittel schriftlich festhalten – daraus ein künftiges Pflegeprotokoll ableiten.
- Für eine Neupflanzung: passendes Substrat, Topf mit Abfluss, Drainageschicht und einen klaren Gießplan (Fingerprobe/Topfgewicht).
Vorbeugen
Konstantes Gießen (durchdringend, dann abtrocknen lassen), ausreichendes aber nicht extremes Licht, langsame Eingewöhnung an hellere Standorte, Nährstoffe niedrig starten und steigern, Mittel stets etikettgerecht und zuerst an einem Blatt testen. Bei Hitze/Kälte keine Standorte direkt am Glas oder Heizkörper wählen.
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