trockene Luft
Was Sie beobachten
Trockene Blattspitzen und -ränder („Spitzenbrand“), eingerollte Blätter, schnell austrocknende Erde. Häufig in Heizperioden, bei Klimaanlagen oder Zugluft.
Was es ist
Niedrige relative Luftfeuchte entzieht Blättern kontinuierlich Wasser. Empfindliche Arten reagieren mit trockenen Rändern, Knitterblatt oder Blütenabwurf; die Wurzeln können den Verlust nicht ausgleichen.
Einordnung
Reales, häufiges Umweltproblem; gut behandelbar.
Häufige Ursachen
Heizungsluft, Klimaanlage, direkte Warmluft, sehr warme Standorte ohne Ausgleichsfeuchte; zu seltenes, oberflächliches Gießen bei gleichzeitig hoher Verdunstung.
So bestätigen Sie die Diagnose
- Hygrometer zeigt < 40 % rF (ideal 45–60 %).
- Vertrocknungen ohne typische Sonnenbrandflecken; Substrat trocknet auffällig schnell.
- Besserung nach kurzzeitiger Erhöhung der Luftfeuchte.
Maßnahmen
- Luftfeuchte erhöhen: Wasserschalen mit Kieselsteinen, Pflanzen gruppieren, ggf. Luftbefeuchter auf 45–60 % rF einstellen.
- Gießen anpassen: Gleichmäßig feucht, Staunässe vermeiden. Fingerprobe/Topfgewicht nutzen. Hydrophobe Erde ggf. einmal tauchen.
- Standort optimieren: Abstand zu Heizkörpern/Warmluft; leichte Luftbewegung ist ok, Zugluft vermeiden.
- Stark vertrocknete Spitzen zur Form zurückschneiden (nicht ins gesunde Gewebe schneiden).
Vorbeugen
Empfindliche Arten ganzjährig bei 45–60 % rF halten; im Winter Gießintervalle prüfen (Verdunstung hoch, Durchwurzelung langsam). Fokus auf Luftfeuchte und gleichmäßige Bodenfeuchte statt häufigem Besprühen empfindlicher Blätter.
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